Geheimnis der Turmuhr

„Sie werden heute Dinge über Sechtem erfahren, von denen Sie bislang noch nichts wussten“, meinte Renate Knäbel gerichtet an den prominenten Ehrengast zur Premiere des Theaterstückes „Das Geheimnis der Turmuhr“ der Theatergruppe Sechtem, Bürgermeister Wolfgang Henseler.

Renate Knäbel ist Regisseurin und Autorin der Theatergruppe, die seit 20 Jahren alle zwei Jahre für volles Haus im Sechtemer Pfarrheim sorgt. Und so waren auch diesmal alle fünf Vorstellungen „für Kinder von 4 bis 94 Jahren“ restlos ausverkauft, gut 1.000 Zuschauer hatten ihren Spaß als es um eine etwas andere (Vor-)weihnachtsgeschichte ging.

Alles drehte sich um das große Uhrwerk im Sechtemer Kirchturm gegenüber der Orgeltribüne. Allerdings hat die Pfarrkirche keine Uhr. Nur, warum steht dieses Uhrwerk dann da? Lediglich die Fledermäuse Flippi und Flappi und die kluge Weihnachtsposteule Eulalia kennen das Geheimnis. Als die Eltern Uhrmacher durch ein Missgeschick mit dem Uhrwerk zurück in die Kleinkindphase versetzt werden, gilt es, das Rätsel zu lüften – mit tatkräftiger Unterstützung von Heinzelmännchen, die es einst aus Köln nach Sechtem verschlagen hatte. Und der Weihnachtsmann, sein gestresster Weihnachtssekretär Franziskus und seine überarbeiteten Weihnachtswichtel hatten auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Knapp zwei Stunden gelang es dem 26 (!) Mann starken Laienensemble ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Spektakel zu bieten, voller Spielfreude, die man jedem einzelnen auf der Bühne sofort anmerkte, so dass der Funke von der ersten Szene an aufs Publikum übersprang.

Seit Ostern wurde geprobt, improvisiert im Geschwister-Scholl-Haus, ohne Kulissen und Bühne, da es in Sechtem keinen größeren Saal mehr gibt. Erst eine Woche vor den Aufführungen bauten Mitglieder der Gruppe die Bühne und die Technik im Pfarrheim auf, so Renate Knäbel. „Ich möchte keinen Einzelnen hervorheben“, so die Regisseurin, „die Gruppe arbeitet als Team, der Zusammenhalt ist großartig“.

Die Einnahmen und Spenden gehen an die Kinderkrebsstation der Uniklinik Bonn. Die Premierengelder fließen nach El Alto, einer Diözese in Bolivien an Bischof Jesus für seine Arbeit mit Straßenkindern und sozial schwachen Familien.

Foto: Frank Engel-Strebel

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