900 Jahre Sechtem

2013 ist das Jahr der Ortsjubiläen in Bornheim. Roisdorf und Sechtem wurden beide vor 899 Jahren zum ersten Mal erwähnt. Beide Orte finden ihre erste Erwähnung in einem Dokument des Stifts Dietkirchen bei Bonn, dem in der Zeit Ländereien am Vorgebirge gehörten. Allerdings sind es zwei unterschiedliche Dokumente, in denen die Bornheimer Ortsteile erwähnt werden. In dem Dokument, das Sechtem betrifft, tritt als Zeuge ein Winrich de Sephteme auf. Historiker mutmaßen, dass dieser Winrich ein Bediensteter auf einem Gut des Stifts war, dem heutigen Ophof.

Das 900-jährige Bestehen wird offiziell von der Dorfgemeinschaft am Pfingstwochenende begangen. Von Freitag vor Pfingsten bis zum Abend des Pfingstmontags werden verschiedene Veranstaltungen auf dem Hof der Grundschule stattfinden. Es gibt Musik im Festzelt, die Grundschulkinder zeigen die Ergebnisse einer Projektwoche zum Ortsjubiläum und vieles mehr. Aber, so Ortsvorsteher Dieter Paschmanns, das Fest solle nicht nur an diesem einen Wochenende stattfinden. „Eigentlich bemühen wir uns, alles, was in dem Jahr in Sechtem passiert, mit unter unsere Fittiche zu nehmen.“ Und so wird auch beispielsweise der Kinderkarnevalszug, mit dem in Bornheim die Session eröffnet wird, unter dem Motto Sechtem 900 stehen. „Ein Knackpunkt ist natürlich immer das Geld“, gibt Paschmanns unumwunden zu. Um welches aufzutreiben, hat sich das Organisationsteam einiges ausgedacht.

Zum Beispiel gibt es am Ortseingang aus Richtung Keldenich ein Schild, das auf das Ortsjubiläum hinweist. Darauf sind auch Werbepartner vertreten. Außerdem hat man sich statt einer herkömmlichen Festschrift eine Festzeitung ausgedacht, die mindestens fünfmal erscheinen soll und Artikel aus Dorfleben und -historie enthält sowie einen Fortsetzungskrimi vom Sechtemer Autoren Rudolf Jagusch. Auch hier gibt es Werbeflächen zu kaufen.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger / Foto: Michael Schulz

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