Vorgebirgskatholikentag Sechtem

„Passend zur Predigt geht die Sonne auf“, freute sich Weihbischof Heiner Koch, der den feierlichen Gottesdienst zu Beginn des Vorgebirgskatholikentages vor mehreren hundert Gläubigen zelebrierte. Im Innenhof der historischen Weißen Burg begann am Sonntagvormittag mit einer Messe der Auftakt des zweiten Vorgebirgskatholikentag nach 2007, der gemeinsam von den acht Pfarreien vom Pfarrverband Bornheim-Vorgebirge organisiert wurde. Rund 15.000 Katholiken gehören dem Zusammenschluss an, dem neben Sechtem Walberberg, Merten, Dersdorf, Kardorf, Hemmerich, Rösberg und Waldorf angehören. Nach der heiligen Messe feierten die zahlreichen Gläubigen rund um die Pfarrkirche und im Pfarrhaus von St. Gervasius und Protasius.

Trotz oft windiger Umstände – nicht jeder Stand hielt die Wetterkapriolen aus – besuchten Hunderte Gläubige den Katholikentag im Herzen Sechtems. Und so kam dann doch so etwas wie Volksfeststimmung beim Kirchenfest auf, die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer hatten ein eindrucksvolles Programm auf die Beine gestellt. Abwechslungsreich gestaltete sich das Kulturprogramm. Neben den diversen Chören der Pfarrgemeinden, die die Messe musikalisch gestalteten, spielten das Tambourcorps „Rheinperle“ Sechtem auf, die „United Jazz Company“ sorgte ebenfalls für musikalische Akzente wie die Sechtemer Sängerin Dania König, die Titel ihrer beiden Soloalben präsentierte. Für so manchen Seitenhieb auf die „Baustelle Kirche“ sorgte Kirchenkabarettistin Erna Schabiewsky alias Ulrike Böhmer und Bestsellerautor Manfred Lütz referierte zum Thema „Neue Hoffnung für die Kirche“. Die Kinderchöre aus Sechtem, Walberberg und Waldorf begeisterten kleine wie große Gäste mit dem Singspiel „Das Tontilon“.

Mit dem Katholikentag sollte eine „Sensibilisierung für die Herausforderungen und Chancen der aktuellen Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche erfolgen“, erläuterte Pfarrer Matthias Genster im Vorfeld. Das gemeinsame Gespräch und der Austausch sollen zudem den Verantwortlichen helfen, ein Pastoralkonzept für die Ausrichtung der zukünftigen Arbeit der acht Pfarreien zu entwickeln. Vielleicht lag es doch am Wetter, dass dann doch nicht ganz so viele Besucher kamen, wie erhofft. „Ich hätte mir mehr Zuspruch erhofft“, meinte Theo Geuer vom Kirchenvorstand, „ich schätze, dass gerade einmal zehn Prozent aller Katholiken aus dem Pfarrverband nach Sechtem gekommen sind“. Positiv wertet Geuer die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Pfarreien. Hier hätte sich in den letzten Jahren sehr viel getan, man führe erfolgreiche Dialoge, das „Miteinander verbindet.“

Foto: Frank Engel-Strebel

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